Enthärtung - Entkalkung von Wasser durch das Ionenaustausch Verfahren

Enthärtung durch Ionenaustausch

Wasser Enthärtung auf natürlicher lonentauschbasis (klassische Methode)


Die natürliche Methode der Enthärtung durch Ionentausch und der Reduzierung der Wasserhärte ist bereits seit ca. 100 Jahren bekannt und die Wirkung ist fühl- und meßbar. Die Methode ist gesundheitlich absolut unschädlich und kann selbst bei natriumarmer Diät eingesetzt werden. Das Wasser hinter dem Gerät entspricht der Trinkwasserverordnung.

Wirkung:
Das zu enthärtende Wasser wird über ein Kunststoffharz geleitet, wobei es den im Wasser gelösten Kalk komplett abgibt, aber sonst die Wasserqualität weitestgehend unbeeinflußt läßt. Später wird dieses Wasser dann auf eine Gebrauchswasserhärte von 5-9°dH verschnitten. Nach der Sättigung des Austauscher-Harzes durch das aufgenommene Calcium wird dieses durch verdünnte Kochsalzlösung regeneriert und gereinigt. Diese Kochsalzlösung kommt in keinem Fall mit dem Trinkwasser in Verbindung.

Betriebskosten:
Die Betriebskosten sind abhängig von der Ausgangswasserhärte, dem Typ der Anlage und dem Wasserverbrauch. (ln der Regel ca. 3,00 bis 6,00 EUR/Monat pro Haushalt) Betriebsmittel sind Wasser und spezielles Regeneriersalz (ähnlich wie bei der Spülmaschine).

Vorteile:
Durch die echte Wasserenthärtung bleibt nicht nur das gesamte Rohrleitungsnetz, sondern auch alle Geräte, selbst die im Hochtemperaturbereich arbeiten, zuverlässig vor Kalkablagerungen geschützt. Durch das Vermeiden der Bildung von Kalkseifen und dem Verwenden von harten Reinigungsmitteln, trägt die Anlage unmittelbar zum allgemeinen Umweltschutz bei. Bei der Einsparung von Wasch- und Putzmittel sowie dem Wegfall von Reinigungsarbeiten heben sich die Betriebskosten nicht nur weitgehend auf, sondern es tritt sogar ein deutlicher Spareffekt auf. Die Geräte besitzen alle das Prüfsiegel des Vereins für Gas und Wasser (DVGW). Bereits vorhandene Kalkablagerungen werden wieder abgebaut.
Nachteile:
Das Einbringen von, wenn auch vernachlässigbaren geringen Mengen an Salzrückständen in das Abwasser.(Ungefähr so viel wie beim Kochen von Salzkartoffeln anfällt !) Wasserverbrauch während der Reinigung anlagenabhängig von ca.20-90 It./Woche.

Funktionsweise der Wasser Enthärtung durch Austausch von Ca-Ionen durch Na-Ionen:


Im vorigen Jahrhundert führten die englischen Geologen J.T.Way und M.S. Thompson Bodenuntersuchungen durch, wobei sie eine Gesteinsart entdeckten, die Ihnen durch eine einmalige Eigenschaft auffiel. Dieses poröse Gestein mit dem Namen Zeolith war in der Lage, die Härtebildner im Wasser, also Calcium- und Magnesiumionen zu binden und gleichzeitig gegen andere wasserlösliche Mineralsalzionen wie z.B. Natriumionen auszutauschen. Durch diese Gesteinsart wurde bereits früher das Wasser auf absolut natürliche Weise enthärtet.

Schon um die Jahrhundertwende gelang es dem Forscher Prof. Dr. Gans, dieses der Natur abgeschaute Prinzip des Ionentausches für technische Zwecke herzustellen und gezielt für die Wasseraufbereitung einzusetzen. Für diese Entwicklung erhielt er bereits 1906 vom Kaiserlichen Patentamt in Berlin, das Patent Nr.186630 erteilt.
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Verunreinigung durch Kalk Die Anlagen der heutigen Tage unterscheiden sich natürlich in Technik und Aufbau wesentlich von den damals üblichen Geräten, obwohl das Prinzip das Gleiche geblieben ist. So wurde mit der Erfindung des porösen Kunststoffharzes ein technischer Durchbruch erzielt, der maßgeblich an dem Erfolg die Anlagen beteiligt war und in Folge auch den Privatmann ermöglichte, ohne großen Kostenaufwand eine Enthärtungsanlage für das Eigenheim einzurichten. Dieses poröse Austauscherharz ist nichts weiter als die moderne Version der ursprünglichen Gesteinsart Zeolith, Der wichtigste Unterschied ist , daß man das mit Calciumionen besetzte Material nicht wie sonst üblich entsorgen muß, sondern durch das Einleiten von verdünnter Kochsalzlösung, das mit den Härtebildnern besetzte Ionentauschermaterial wieder regenerieren, das heißt neu einsatzbereit machen kann. Dank der modernen Technik läßt sich der Vorgang beliebig oft wiederholen, wobei das Harz keiner nennenswerten Abnutzung unterliegt. Die Salzlösung für die Regeneration kommt nicht mit dem Trinkwasser in Berührung, sondern wird durch mehrere Waschgänge zusammen mit dem Calcium und Magnesium aus dem Austauschermaterial ohne der Hinterlassung von Rückständen direkt in das Abwasser ausgeschwemmt, wobei dann eine mengenmäßige Salzbefrachtung entsteht, wie sie beim Kochen von Salzkartoffeln üblich ist.

Alle sonstigen im Wasser gelösten Mineralsalze bleiben bei dem Vorgang unangetastet, so daß das Wasser nach dem Enthärtungsvorgang, bis auf den Calcium bzw. Magnesiumanteil identisch ist, wie vor der Aufbereitung. Das Wasser hinter einer richtig eingestellten Enthärtungsanlage entspricht in allen Punkten der TVO (Trinkwasserverordnung)und kann somit bedenkenlos getrunken und selbstverständlich auch in allen Bereichen des Haushaltes verwendet werden. Ein Calciummangel durch das enthärtete Wasser, wie von vielen befürchtet, entsteht nicht, da der Körper das benötigte Quantum nur unwesentlich durch das Leitungswasser aufnimmt, sondern hauptsächlich durch die Nahrung oder durch andere calciumhaltige Getränke, wie Milch etc.

Auch in reinen Weichwassergebieten gibt es keine statistische Signifikanz von Mangelerscheinungen, die aus dem Fehlen von Calcium im Trinkwasser herrühren würde. Calcium ist aufgrund seiner geringen Menge und der vorliegenden anorganischen Form als Calciumcarbonat (CaC03) nur in vernachlässigbarer Weis zur Deckung des Calciumbedarfs des menschlichen Organismus geeignet. Bei modernen Enthärtungsanlagen gehören Einrichtungen wie Sparbesalzung und automatische Desinfektionen heutzutage zum Standard, so daß auch alle hygienischen Ansprüche voll befriedigt werden können und eine Verkeimungsgefahr nicht mehr besteht. Das natürliche Verfahren des Ionentausches garantiert Wirksamkeit und ist die zur Zeit vom Preis-, Leistungsverhältnis die günstigste Methode der Wasserenthärtung- Es ist seit langer Zeit erprobt und das effektivste Verfahren, um wirklich meßbar weiches Wasser zu erhalten. Ein Umweltfreundlicher Aspekt ist, bedingt durch die niedrige Wasserhärte im Haushalt , die großen Einsparungen an aggressiven Putz- und Waschmitteln, sowie Weichspülern und Entkalkern die wiederum unserer Umwelt erspart bleiben. Ein weiterer wertvoller Effekt des weichen Wassers ist selbstverständlich auch die langfristige Werterhaltung des Hauses, durch ein kalkfreies Rohrleitungsnetz und kalkfreie Boiler. So machen schon geringe Mengen an Kalkablagerungen in den Heißwasseraufbereitern, einen deutlichen Mehraufwand an Energie für die Erhitzung des Brauchwasser erforderlich, der sich fühlbar bei den jährlichen Kosten bemerkbar macht.  

Gesundheitsrisiken durch Wasser Die monatlichen Aufwendungen für den Betrieb einer Enthärtungsanlage belaufen sich auf ca. 3 bis 6 EUR, je nach Wasserverbrauch und Wasserhärte..
1. Magnetische Wasseraufbereitung

Trotz vielfach verbreiteter Meinung kann die Wasseraufbereitung nach dem Prinzip der Beeinflussung von Wasser durch elektromagnetische Felder keinesfalls enthärten.

Auch eine Veränderung hinsichtlich der kristallinen Struktur, wie bei den Werbeaussagen behauptet wird, konnte durch die vielen Untersuchungen (u.a. der Stiftung Warentest, der techn. Uni Karlsruhe oder der Firma BASF) bisher nicht eindeutig bestätigt werden. Die Wirksamkeit vieler angebotener Geräte ist nicht meßbar oder liegt in einem Bereich der als vernachlässigbar bezeichnet werden kann.

Wirkung:
Durch den Einbau von Natur- oder Elektromagneten in das Leitungsnetz, soll eine gerätespezifische Frequenz und damit ein elektrisches Feld erzeugt werden, das die Bildung von Kristallkeimen verursacht, so daß sich, sich nach Aussagen der Hersteller, das Aragonit zu der beständigeren Form Kalzit umwandelt, oder auch umgekehrt, wie in verschiedenen Prospekten behauptet wird.

Vorteile:

Die Geräte sind nahezu wartungsfrei, und verursachen außer dem Stromverbrauch kaum Betriebskosten. Da die Wasserqualität vor dem Gerät, wie danach absolut identisch ist, kann man diese Anlagen als uneingeschränkt umweltfreundlich bezeichnen.

Nachteile:

Der angesichts des meist niedrigen Kostenaufwandes durch minderwertige Bauteile, der zu hohe Gerätepreis und fehlende Zertifizierung (geprüft nach W512 ist keine Zertifizierung!) des Deutschen Vereins des Gas- und Wasserfachs (DVGW), ist eine versprochene Wirkung nicht nachweisbar. Alle neuen Geräte mit einem DVGW Zertifikat, arbeiten nicht ausschließlich nach dem Prinzig der Magnetstrahlung, sondern hier wird durch chemische Zusätze oder kleinen Ionentauschern "nachgeholfen", um eine messbare Wirkung zu erzielen. Der Aufwand für den periodischen Tausch dieser, meist bakteriologisch bedenklichen Patronen, steht in keinem Verhältnis zur gewünschten Wirkung. Fast alle Haushaltsgeräte die im Hochtemperaturbereich arbeiten, zeigen nach der physikalischen Aufbereitung harte Kalkinkrustationen und müssen nach wie vor, entkalkt werden. Da bei diesem Verfahren die Wasserzusammensetzung hinsichtlich des Kalkes ob nun als Aragonit oder Calzit vor dem Gerät wie danach gleich bleibt, ist in der Regel auch immer mit den gleichen Mengen an Kalkabscheidungen zu rechnen. Die von den Herstellern versprochene Verbesserung des Korrosionsverhaltens, besteht aus Wunschdenken und kann selbst nach langem Einsatz der Geräte in der Praxis, durch unsere Kontrollmessungen nicht bestätigt werden. Die neue Generation der physikalischen Geräte mit einer modifizierten Technik, wurde durch den DVGW (Deutschen Verein des Gas- und Wasserfachs) nach dem Arbeitsblatt W 512 auf Wirksamkeit überprüft.Der DVGW erteilt den den nach W 512 geprüften physikalischen Geräten kein Prüfsiegel oder gar Zertifikat, sondern der Hersteller erhält nur einen Prüfbericht mit den gemessenen Werten. Dies erweckt bei Kunden unberechtigterweise den Eindruck, als wäre das Gerät DVGW zertifiziert und/oder mit einem Prüfsiegel bedacht - also auch auf seine Wirksamkeit hin geprüft.


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